Die Orgel

orgel

Einige bauliche und technische Informationen

Außenmaße:
Höhe: 4,60 m Breite: 4,70 m Tiefe: 3,50 m
Prospekt:
10 Pfeifenfelder mit zum Teil klingenden Pfeifen der Register Principal 8' und Principal 4', drei Pfeifen stumm
Anzahl der Werke:
2 Manuale und Pedal
Windanlage:
1 Magazinbalg 1 elektr. Winderzeuger
Tonhöhe:
440 Hz bei 15 Grad Celsius Manual C-d''' =51 Tasten
Tonumfang:
Pedal C-d', ohne cic = 26 Tasten
Anzahl der Register:
23 Hauptwerk 10 Oberwerk 8 Pedal 5
Anzahl der Pfeifen:
HW I. Manual 663 Pfeifen OW II. Manual 510 Pfeifen Pedal 130 Pfeifen ca. 1000 Pfeifen aus Metall über 300 Pfeifen aus Holz grüne Pfeifen ca. 5 m kleinste Pfeife ca. 15 mm

Im Jahr 1632 erfolgte der erste Orgelbau, mit einer kurzen Oktave und sieben Registern auf einer Lade, aber ohne Pedal.

1807 erbaute der erst 25 jährige J. Benjamin Witzmann aus Stadtilm die heute noch spielbare Orgel für die St. Georg Kirche in Mellingen. Die Bälge für die Winderzeugung wurden im Turm der Kirche installiert. Die Calcanten sind heute durch ein elektrisches Gebläse ersetzt worden.

Bemerkenswert ist, dass der junge Witzmann den Spieltisch mit schwarzen Unter- und weißen Obertasten in Richtung Kirchenraum baute. Diese Variation stellte an den Orgelbauer eine zusätzliche Herausforderung dar, die er aber gut meisterte. Über 1100 Pfeifen aus Zinn/Blei bzw. Holz wurden für die Orgel gefertigt

Die mechanische Spiel- und Registertraktur ist gut erhalten und zum Glück für die Mellinger Kirchgemeinde baute Witzmann eine "Schleifladen-Orgel".

Leider verlor die Orgel im ersten Weltkrieg viele ihrer Metallpfeifen. Diese wurden demontiert und für Waffenmaterial eingeschmolzen. Der Barockprospekt bot über 40 Jahre ein trauriges Bild. An Stelle der Pfeifen waren nur graue Tücher zu sehen. Im Jahre 1971 und vor allem in den Jahren 1997/99 wurde durch eine Teilgeneralreparatur der Prospekt wieder hergestellt und einige klangliche Verbesserungen erreicht.

Namhafte Organisten, wie u. a. Matthias Grünert von der Dresdner Frauenkirche, konzertierten an dieser Orgel und mussten die Grenzen erfahren, die der gegenwärtige Zustand der Orgel dem Organisten und dem Zuhörer auferlegt.

Der Taufstein

Zu erwähnen sei noch, dass ein Geschenk des Orgelbauers Witzmann an die Kirchgemeinde das noch heute vorhandene Taufbecken ist.

taufstein